Lüchinger Publishing: Details

SWISSAIR. MYTHOS UND GROUNDING

Bestseller über die gloriosen Zeiten und den blamablen Niedergang der Nationalen Airline

Publiziert im Januar 2006 zum Start des Kinofilms „Grounding. Die letzten Tage der Swissair.“

2006
Scalo Verlag, Zürich
ISBN 3-03939-040-6

„In den Sixties flogen die Swissair-Stewardessen in 28 Tagen um die halbe Welt. Mit mehrtägigen Aufenthalten in Traumdestinationen wie New York, Hongkong und Tokio. Im Buch «Swissair - Mythos & Grounding», das soeben anlässlich des Kinofilms «Grounding» erschienen ist, beschreibt die Ko-Autorin Birgitta Willmann das muntere Treiben der Besatzung. Mit ihrem kosmopolitischen Lifestyle und ihren Minijupes wurden die Stewardessen in den sexuell freizügigen Sixties zur Projektionsfläche männlicher Fantasien. Die Gerüchte, die rund um die Stewardessen kursierten, steigerten ihr gesellschaftliches Ansehen nur noch mehr. Ihr Sozialprestige erlebte einen Steilflug: Die Stewardessen verkörperten den Typus der jungen, modernen Frau, der die ganze Welt offen stand. Sie landeten nicht nur in Karachi, Bombay und Hongkong, sondern auch auf den Titelblättern von Illustrierten und später im Hafen der Ehe mit einem Manager oder einem Piloten, zumindest aber mit einem Ingenieur. Ende der Sechzigerjahre flogen sie durchschnittlich drei Jahre lang, dann standen sie vor dem Traualtar. Weil zu viele Stewardessen weggeheiratet wurden, mussten ständig neue rekrutiert werden.“

Annabelle, Zürich, 18.1.2006

„Der letzte Teil des Buches ist dem Film gewidmet. Produzent Peter-Christian Fueter und die Hauptdarsteller äussern sich in Interviews zu ihren Rollen. Dabei kommt deutlich zum Ausdruck, dass es sich um einen Spielfilm und nicht um einen Dokumentarfilm handelt. Die einzelnen Figuren sind demzufolge nicht hundert Prozent identisch, sondern überzeichnet. Das Buch ist für alle lesenswert, welche sich entweder für die Geschichte der Swissair interessieren oder nach dem Besuch des Films mehr über die Hintergründe wissen möchten.“

Der Bund, Bern, 24.1.2006

„Von null auf eins: Das Swissair-Buch von René Lüchinger hat eingeschlagen. Wie der Filam ‚Grounding’, mit dem Lüchingers Buch eine Symbiose bildet. Die Veröffentlichung wurde zeitlich mit der Filmpremiere abgestimmt, der hintere Teil schildert die Mühen der Cineasten mit den Drehbuchversionen. Lesenswert wird das Buch für all jene, die nicht primär auf Uniform-Föteli einstiger Stewardessen warten, in der Mitte. Auf 92 Seiten fasst Lüchinger den Forschungsstand zum Untergang zusammen. Im Unterschied zu den bisherigen, unvollständigen Versionen über die letzten Monate der Airline erfährt man: es wird keine einfache Schuldzuweisung geben.“

Die Weltwoche, Zürich, 2.2.2006

„Eine Story, wie man sie sich schwerlich ausdenken könnte, fand der Produzent Peter-Christian Fueter, nachdem er René Lüchingers Reportagebuch «Der Fall der Swissair» studiert hatte. Eine Verfilmung allerdings stellte ein heikles Unterfangen dar, trotz weiteren Recherchen des «Bilanz»-Chefredaktors (die im pünktlich zum Kinostart erscheinenden Band «Swissair - Mythos und Grounding» nachzuprüfen seien). Denn: Jede Ähnlichkeit mit lebenden Personen wird als beabsichtigt erscheinen - obwohl das fertige Werk nun als «freie künstlerische Interpretation der Ereignisse» deklariert ist. Ob die Betroffenen sich überhaupt mit rechtlichen Schritten dem grellen Licht der Öffentlichkeit aussetzen wollen? Um zu verhindern, dass sich ein Anwalt in die Vorpremieren schmuggelt, wurden jedenfalls Passkontrollen durchgeführt. Strengere als am Flughafen.
Das reale Grounding der mythisierten Swissair könnte aus einem Lehrbuch der Dramentechnik mit aufsteigender und fallender Handlung stammen. Es enthält alle Ingredienzen eines Untergangs, die sich ein Autor nicht effektvoller ausdenken könnte. Der Film bedient sich denn auch vieler ausgewählter und interpretierter Fakten. Er inszeniert, stilisiert und emotionalisiert sie zum Sittenbild einer herz- und glücklosen Schweiz unter dem Druck der Globalisierung.“

Neue Zürcher Zeitung, 16.1.2006

„Das Buch rollt die Geschichte der verblichenen Fluggesellschaft auf; wirtschaftliche, technische Aspekte werden beleuchtet, ebenso das Design, das so wichtig war für die Imagebildung. Die Entwicklung der Swissair-Werbung, welche die Verlockungen der Ferne transportierte, wird dokumentiert, die Bemalung der Flugzeuge rekapituliert. Der Schöpfer des «alten» Logos, das ein stilisiertes Flugzeug zeigt, auf dessen Rumpf in breiter Schrift «Swissair» steht, kommt zu Wort. Das Design der Uniformen spiegelt das vorsichtige Schweizer Wesen. Und ehemalige Mitarbeiter schwelgen in Erinnerungen.Ausserdem hat es den Anspruch, festzuhalten, wie und weshalb die Swissair Pleite ging. Diese Ausführungen, die im Frühjahr 2001 mit der Berufung von Mario Corti zum Swissair-Chef einsetzen, sind spannend zu lesen. «Bilanz»-Chefredaktor René Lüchinger schildert anhand zahlreicher Dokumente die verhängnisvollen Entscheide und das dramatische Ende im Jahr 2001. «Swissair - Mythos & Grounding» ist ein spannender, visuell attraktiver Abriss der Geschichte dieser Privatfirma, mit der sich ein halbes Volk identifizierte.“

Sonntagszeitung, Zürich, 22.1.2006

„Was für den Film «Grounding» gilt, trifft auch auf das Buch «Swissair, Mythos und Grounding» zu. Beide führen hier zu Lande ihre jeweilige Hitparade an - kein Film wird mehr geschaut, kein Sachbuch mehr gekauft. Das zum Filmstart erschienene Werk, herausgegeben vom Drehbuch-Mitautor und «Bilanz»-Chefredaktor René Lüchinger, war allerdings nicht Vorlage für den Film. Dafür diente Lüchingers erstes Buch «Der Fall der Swissair» aus dem Jahr 2001.
Das neue Werk ist eine Art Erinnerungsalbum einer Liebesbeziehung, die tragisch geendet hat. Es lässt die ganze Geschichte und Kultur der Swissair anhand der Zeitumstände, prächtiger Bilder, persönlicher Schicksale, einfühlsamer Interviews wieder aufleben.
Am spannendsten ist schliesslich die Geschichte des unmittelbaren Swissair-Untergangs. Der atemberaubende Text, den Lüchinger selbst verfasst hat, wird durch Kopien einer ganzen Reihe bisher unveröffentlichter Dokumente ergänzt und gestützt. An Detailgenauigkeit übertrifft diese Beschreibung auch Lüchingers Vorgängerbuch.“

Tages Anzeiger, Zürich, 13.2.2006

„Die Journalistin Birgitta Willmann blendet zurück zu den Anfängen der Fluggesellschaft. Sie sprach mit Zeitzeugen. Ihre Gespräche werden mit Dokumenten und Bildern aus jener Zeit ergänzt. Der Journalist Thomas Haemmerli widmet sich der Geschichte von Werbung und Design, die die Swissair zu einer weltbekannten, erstklassigen Marke gemacht haben.“

Zürcher Oberländer, Wetzikon, 17.1.2006
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